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Berlin, du kannst so schön sein.

Donnerstag Abend. Berlin Neukölln. Maybachufer. Boule Platz. Frank, mein Vermieter, hat mich gefragt ob ich mitkommen möchte. Mit einem Neuköllner über den noch relativ unbekannten Kiez zu schlendern, ist das beste was dir passieren kann. So lernt man nicht nur den angestrebten Zielort kennen, sondern wird auch über so manchen Laden auf dem Weg aufgeklärt. Der Boule Platz ist gut besucht, jung und alt, Student und Akademiker, Obdachlose und solche, die nach welchen aussehen, ältere Herren die für einen Abend Freigang bekommen haben und unscheinbare Menschen, wie ich, spielen hier zusammen und trinken Bier. Das erste was mir auffällt an diesem Abend ist, dass hier zwar jeder zweite kifft, was nicht leicht zu überriechen ist, aber keiner, wie es bei uns im Süden Deutschlands bei den jungen Menschen leider so üblich ist, ständig auf sein Handy schaut, sich dadurch völlig aus dem Geschehen zieht und in seiner Whats-App-Facekook-Welt lebt. Klingelt das Handy, wird erstens nicht ein Smartphone aus den Tasche gezogen, sondern ein altes Tastenhandy und zweitens wird es kurzerhand stillgelegt und ignoriert. Es zählt der soziale Kontakt, nicht in der Virtuellen Welt, sondern im wahren Leben. Mir werden zwei Engländer vorgestellt, einer der beiden heißt Nick und nimmt sich meiner an. Sein Deutsch ist gut, er lebt seit 6 Jahren in Berlin und hat gerade seinen Job gekündigt, will aber nochmal studieren und hier seinen Master machen. Für diese Jungs besteht Deutschland nur aus Berlin, andere Städte kennen oder mögen sie nicht. Eines teile ich mit ihnen, wir lieben die Berliner Luft. Das aus dem Flugzeug, dem Bus oder Zug steigen und einen Schwall voller Dunst, etwas vergammeltem Wasser, Zigaretten, Alkohol, Abgasen und Müll aber auch klaren und reinen Geruch von Freiheit in die Nase zu ziehen. Es macht mich glücklich. Und die Engländer mögen, dass es hier nicht so viel regnet. Nach zwei Flens bin ich müde und gehe heim. Meine Lunge kratzt von den ganzen Zigaretten und mein Hintern schmerz vom vielen sitzen auf dem harten Stein. Ein bisschen Musik vor dem schlafen gehen, ein letzter Blick in den Himmel, dann schlafe ich friedlich ein.
2.9.14 16:58
 
Letzte Einträge: Freundschaft, Zugfahrt in die Heimat, November, Weihnachten, Die Seele


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