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Vertrauen

Das Vertrauen eines Menschen in einen anderen. Ist das überhaupt möglich, bedingungslos zu vertrauen, sich blind in die Arme eines anderen zu legen, vielleicht sogar ohne ihn zu kennen, ihm je begegnet zu sein? Oft denkt man, es wird schon gut gehen, es wird schon niemand so bösartig sein und das tun, in jedem Menschen ist doch ein bisschen etwas Gutes, darauf vertrauen wir Tag täglich. Was denken wir uns eigentlich dabei, einfach so auf fremde Menschen zu vertrauen? Ich habe meine Vespa heute in Konstanz am Fischmarkt abgestellt, weil der Bus mal wieder wegen dem vorherrschenden Chaos 20 Minuten Verspätung hatte und ich somit meinen Zug nach Hause nicht mehr bekommen hätte. Da wird er nun bis morgen Vormittag stehen müssen. Für jeden sichtbar. Es muss nur jemand etwas fester dran kommen, dann fliegt er um. Mutwillig oder nicht, ich könnte morgen zurück kommen und meine geliebte Vespa läge am Boden, verkratzt, vielleicht sogar kaputt. Gestohlen könnte sie auch werden, entwendet von irgendeinem Halbstarken, der keinen Respekt vor anderer Leute Eigentum hat. Dem man eben nicht vertrauen kann. Auf wen vertraue ich da jetzt am Besten? Auf die Menschen, die an meinem Roller vorbeigehen und genauso behutsam mit ihm umgehen, wie ich es mit deren Eigentum tun würde, weil man selber genau das erwartet oder auf Gott, der im entscheidenden Moment dem Dieb den richtigen Weg zeigt und ihn zu Vernunft bringt? Alleine, dass ich mir jetzt so viele Gedanken darum mache, ob mein Roller morgen noch da stehen wird oder nicht, macht mir etwas Angst und lässt mich schließen, dass wir nicht, wie viele behaupten, immer erst das Gute im Menschen sehen, sondern das Schlechte, die böse Absicht und die unterstellte Mutwilligkeit zur Zerstörung. Die sicherere Variante, ist die Vorsicht allemal. Doch wird es denn dann immer nur noch schlimmer? Bald traut sich der Deutsche nicht einmal mehr sein Auto außerhalb der Garage zu parken oder die Schuhe im Mehrfamilienhaus vor der Tür stehen zu lassen oder gar die Blumen auf die Terrasse zu packen. Verrückt. Meine Vespa steht da und wenn sie morgen nicht mehr da steht, war es Schicksal. Ich vertraue und genieße den Abend bei meinen Eltern. Punkt.
13.9.14 17:16
 
Letzte Einträge: Freundschaft, Zugfahrt in die Heimat, November, Weihnachten, Die Seele


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